Iniziativa da stipendis per romontsch
La contribuziun dal Radio Rumantsch tar l’inoltraziun da l’iniziativa da stipendis il venderdi passĂ :

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Heute wird die Stipendieninitiative endlich eingereicht! Mit 115’678 gĂĽltigen Unterschriften starten wir die Debatte ĂĽber ein chancengerechtes, harmonisiertes Stipendienwesen in der Schweiz.
Nur 0,5 Prozent der Schweizer Bevölkerung spricht und schreibt Rätoromanisch – eine von sechs Schriftversionen. Neben den traditionell herausgebildeten Idiomen Sursilva, Sutsilvan, Surmiran, Vallader und Puter, die explizit im Alltag gesprochen werden, wurde 1982 eine gemeinsame Schriftsprache “erfunden”: Rumantsch Grischun (RG). Der linguistische Kompromiss ist seither Zankapfel der rund 35’000 Menschen, deren Hauptsprache Rätoromanisch ist. Dabei ist RG die beste Chance, die Sprachkultur ĂĽberhaupt ĂĽber die nächsten paar Jahrzehnte hinaus zu bewahren.
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Erschienen im “Bund”, 14-12-2011 – Replik auf den Artikel “Studentenschaft in der Krise” im “Bund” vom 2-12-2011.
“Der Bund” beschwört über die StudentInnenschaft der Universität Bern eine Krise herauf. Wir stellen fest: das Wort ist in Mode. Den Begriff im Falle der SUB zu verwenden, ist jedoch falsch.
Die SUB ist die offizielle Vertretung von fast 12’000 Studierenden der Universität Bern. Die Interessen der Studierenden bringen wir ĂĽber viele Wege in der Universität, im Kanton und auch auf nationaler Ebene ein.
Um unserer Stimme Gehör zu verschaffen sind wir auf ein Netz von aktiven Studierenden angewiesen. Ob in Instituts-, Fakultäts- oder Universitätsgremien: Studierende vertreten freiwillig und im Normalfall ohne finanzielle Entschädigung die Interessen ihrer Mitstudierenden. Fachschaftsarbeit in den Studiengängen gehört genauso SUB zur wie die vier Studierenden im Senat, dem höchsten Gremium der Uni Bern. Trotz Studium und – in 80 Prozent der Fälle – trotz Nebenjob engagieren sich Studierende in Gremien, welche von Seiten der Universität her sehr langsam arbeiten und in denen die Gestaltungsmöglichkeiten für Studierende oft eingeschränkt sind.
Der “Bund” stellt diese Arbeit infrage, indem ĂĽber den StudentInnenrat und dessen demokratischer Legitimation hergezogen wird. Dabei geht vergessen, dass eine Beteiligung von 17 Prozent an Wahlen durchaus im Schweizer Durchschnitt der Beteiligung von jungen Menschen liegt. Auch sind diese 17 Prozent schweizweit unerreicht – keine andere Studierendenschaft kann eine höhere Stimmbeteiligung aufweisen. weiter lesen »
Der Grosse Rat des Kantons Bern hat sich diese Woche zu einem “Budgetkompromiss” durchgerungen. Mit Ach und Krach dĂĽrfen jetzt auch in der Bildung alle ein bisschen den Kopf hinhalten, damit die Steuern gesenkt werden konnten.
Studierende sollen eine noch höhere Kopfsteuer zahlen, Schulkindern werden die Lektionen gestrichen. Der Grosse Rat hat nach einer Steilvorlage von “Bildungsdirektor” Pulver bildungspolitische Entscheide getroffen, ohne sich der Dimensionen bewusst zu sein.
Es erschĂĽtterte mich, dem Grossen Rat in seiner Debatte zuzuhören, und wie “halt alle ihren Beitrag leisten mĂĽssen”. Es ist haarsträubend, wenn die Bildung nicht mehr qualitätsorientiert, sondern rein kostenorientiert bewertet wird. Die komplette Negierung von bildungspolitischen Argumenten ist unwĂĽrdig fĂĽr ein Parlament.
Studieren an einer Hochschule wird teurer, ohne dass die Studierenden etwas davon hätten. Dabei ist die Uni Bern verglichen zu anderen Standorten bereits unterfinanziert. Der Kanton vernachlässigt die Hochschulbildung und vertreibt Studierende. In der Schule schwächt der Grosse Rat das duale Bildungssystem: die Volksschule wird noch sprachlastiger mit einem Abbau bei Werken und NMM. Die Strafe zahlen handwerklich geschickte Kinder und schliesslich solche, die eine Lehre machen.
Der Grosse Rat ist offensichtlich mit der Bildungspolitik ĂĽberfordert. Statt längerfristiges Denken zu Gunsten der Zukunft der jĂĽngsten Generation sind Steuersenkungen den BĂĽrgerlichen wohl wichtiger. Dass sogar die GrĂĽnen fĂĽr eine Erhöhung der StudiengebĂĽhren sind, erschĂĽttert. Der Kanton braucht jetzt eine Kehrtwende und ein Umdenken: Ein Abbau in der Bildung spĂĽren wir vielleicht kurzfristig nicht, aber längerfristig schadet er der Gesellschaft – und auch der Wirtschaft, liebe BĂĽrgerliche.